Der 1. Mai

Der 1. Mai (Tag der Arbeit) ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag und hat eine lange Tradition hinter sich. Sogar heute noch sind viele Veranstaltungen an diesem Tag politisch motiviert. Auch im Ausland hat er eine besondere Bedeutung Der Tag der Arbeit hat seinen Ursprung in der US-amerikanischen Arbeiterbewegung. Ende des 19. Jahrhunderts, im Zeitalter der Industrialisierung, beschlossen amerikanische Gewerkschaften am 1. Mai 1886 einen Generalstreik auszurufen. In Deutschland beteiligten sich 1890 rund 100.000 Arbeiterinnen und Arbeiter an den Demonstrationen, die vor allem in Berlin, Dresden und Hamburg stattfanden. Obwohl von amerikanischer Seite zunächst nicht geplant war, die Aktionen zu wiederholen und den 1. Mai zum Feiertag zu machen, gingen die Arbeiterbewegungen der meisten Länder davon aus. Im April 1919 war es schließlich so weit: Die Nationalversammlung der Weimarer Republik erklärte den Tag der Arbeit erstmals zum gesetzlichen Feiertag, allerdings nur für das geltende Jahr. Zwar blieb der Tag der Arbeit in Lübeck, Sachsen und Schaumburg-Lippe als gesetzlicher Feiertag bestehen, im übrigen Deutschland wurde er jedoch wieder abgeschafft. Im Jahr 1933 wurde der Tag der Arbeit von den Nationalsozialisten erneut eingeführt – erst unter dem Titel "Tag der Nationalen Arbeit" und ab 1934 unter dem Titel "Nationaler Feiertag des Deutschen Volkes". Als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in unterschiedliche Besatzungszonen unterteilt wurde, wurde der 1. Mai von allen Alliierten als Feiertag bestätigt. Ab 1890 entwickelte sich eigentlich eine eigenständige Feierkultur rund um den Maifeiertag. Es hieß später: "Acht Stunden Arbeit, Erholung, Schlaf - hält Leib und Seele gesund und brav.

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